Aufgrund der natürlichen Eingangslosigkeit werden in der Barbarossahöhle keine größeren Tiere angetroffen und sind auch Fledermäuse eher sehr selten. Trotzdem beherbert die Höhle eine artenreiche und individuenreiche Fauna. Nachgewiesen wurden Strudelwürmer, Krebse, Spinnen, verschiedene Insekten, wie z.B. Zweiflügler und Käfer sowie Boden- und Grundwasserorganismen, die sich wegen ihrer geringen Größe einer Beobachtung entziehen. Sie ernähren sich von Resten zerfallener Tiere und Pflanzen, die über Verbindungen der Höhle zur Erdoberfläche eingetragen wurden. Noch nicht ausreichend erörtert ist die Frage nach der natürlichen Fauna im Vergleich zu der heutigen, durch die künstlichen Zugänge  und den Besucherstrom veränderten.

Als besonders bedeutungsvoll einzustufen ist der Nachweis

  • des Ringelwurms Troglochaetus beranecki DELACHEAUX (Schulze und Uhlmann 1960)
  • von Lößschnecken (Meissner 1957)

Beim Ringelwurm handelt es sich um ein echtes Grundwassertier und entwicklungsgeschichtlich gesehen um ein Tertärrelikt.
Die pleistozänen Lößschnecken in den Höhlensedimenten beweisen zusammen mit anderen Indizien die Existenz einer offenen Wasserverbindung zum Pfannenspring, einer Quelle 400 m nördlich der Barbarossahöhle.

Bedingt durch die Umstände Ihrer Entdeckung blieb in der Barbarossahöhle ein historisches Grubengebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahezu unverändert erhalten. Dies stellt einen wichtigen Beleg für den damaligen Stand der Technik im Flözbergbau auf Kupferschiefer dar. Es handelt sich dabei um

  • den 178 m langen Falkenburger Stollen (Entdeckungsstollen) im Anstehenden und mit offener Wasserseige



  • eine Fahrungsstrecke (Betriebsstollen)
  • mehrere Trockenmauern, die der Grubensicherheit und dem Bergeversatz dienten


Ganz allgemein gilt für die ausgelassenen Bergreviere im Kyffhäuser, im Südharz sowie im Mansfeldischen, dass Zeugnisse des Kupferschieferbergbaus untertage nur selten erhalten geblieben sind und mit Ausnahme des Röhrigschachtes bei Wettelrode, Sachsen-Anhalt, bislang auch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Der Barbarossahöhle erwächst daraus eine große Bedeutung für die regionale Bergbaugeschichte und den Denkmalschutz.

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Kontakt

Barbarossahöhle im GeoPark Kyffhäuser
Mühlen 6, OT Rottleben
99707 Kyffhäuserland

Telefon: +49 (0)34671 5450
Fax: +49 (0)34671 54514
Mail: service@hoehle.de

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